Ja, da bin ich wieder in Delhi angekommen. Gleiches Hotel, gleiches Internetcafe, nur drei Monate spaeter. 45 Grad hat es nicht mehr, der Schweiss rinnt dennoch ueber das Gesicht. Neu ist auch, dass es immer mal wieder regnet. Ein Genuss wenn man dann den ganzen Tag durch knoecheltiefen Schlamm waten muss. Knoecheltiefer Schlamm heisst aber nicht so weil man bis zu den Knoecheln dreckig wird, sondern weil man tiefer als die Knoechel darin versinkt. Dreckig wird man von Kopf bis Fuss, aus einer Mischung aus Strassenstaub, Essensresten und Exkrementen. Und wer jetzt denkt, dass ich mit Indien nun durch bin liegt falsch. Umso naeher der Abflug rueckt, umso nostalgischer wird man. Ich kann sagen mit einem lachenden und einem weinenenden Auge zu gehen. Man erwischt sich dabei nochmal bewusst das Chaos zu geniessen und den ach so geliebten Abgasqualm der Busse tief einzuatmen. Vermutlich muss ich in Deutschland das Rauchen anfangen, sonst felht so liebgewonnener Teil meines Alltags.
In Indien reisen und studieren war ein Highlight. In vielerlei Hinsicht. Bunt vs. Grau, Chaos vs. Ordnung, Arm vs. Reich, offene Lebensfreude vs. distanziertes Geniessen, die Liste koennte man beliebig fortsetzen. Eines ist klar geworden: Indien ist anders. Anders als man es sich vorstellt und anders als man es vielleicht in Erinnerung hat.Unterschiede innerhalb des Landes sind immens und der Wanel rasant. Der Rikschawalla checkt mit dem Handy die Route, der Kamelwalla dreht ohne in der Wueste am Rad. Auf jeden Fall ist es ein Land im Aufbruch, wohin es genau aufbricht ist noch nicht klar - klar ist aber, dass es schnell gehen wird. TII - This is India, Incredible India!
Monday, September 3, 2007
Tuesday, August 28, 2007
Jodpur
In den vergangenen Monaten am IIMA hab' ich doch glatt vergessen, wie Indien wirklich ist. Nicht, dass einem nicht bewusst gewesen waere, dass man in einer kleinen Kristallkugel lebt, aber das Reisen hat einen doch recht harsch in die Wirklichkeit zurueckgeholt. Stille, Natur? In Jodpur, der blauen Stadt, muss man da lange fuer suchen - dafuer ist es sehr repraesentativ fuer Reisen in Indien. Eine herrlich bunte Stadt, ueberall Musik in den Strassen, Kuehe, Hunde, Tempel - und (fast) gratis dazu bekommt man in Jodpur noch ein gigantisches Fort zu sehen. Auf einem 125 Meter hohen Felsen in der Altstadt tront das Meherangarh Fort der Singh Rathores. Ueber 500 Jahre hat es kein Eindringling geschafft die Festung einzunehmen. Wenn man die Anlage besichtigt, weiss man schnell warum. Auesserst beeindruckend!
Nach der vollen Ladung Lebensfreude, Farben, Musik aber auch Armut, Dreck und Laerm geht meine Reise nach Ahmedabad zurueck und anschliessend nochmals nach Delhi. Die letzte Woche in Indien laeuft schon...


Nach der vollen Ladung Lebensfreude, Farben, Musik aber auch Armut, Dreck und Laerm geht meine Reise nach Ahmedabad zurueck und anschliessend nochmals nach Delhi. Die letzte Woche in Indien laeuft schon...


Jaisalmer
Auf dem Ruecken der Pferde soll alles Glueck der Erde liegen? Na da kann ich nur waermstens eine Kamelsafari empfehlen. Bin mit Basti ueber Nacht nach Jaisalmer in die Thar Wueste gezogen. Neben der Besichtigung des Fort haben wir uns doch tatsaechlich auf Kamele getraut. Und das nicht nur fuer einen Spaziergang - wir haben uns schon zweit Tage lang den Hintern wund gesessen. Mit grossem Respekt gestartet (die Dinger sind einfach riesig) hatten wir aber eine super Tour. Kamele sind unglaublich gutmuetig und strahlen eine beneidenswerte Ruhe aus. Uebernachtet wurde dann in den Sandduenen unter freiem Himmel, in der Wueste... der Hammer! Sternenhimmel und Sonnenaufgang: wahnsinn! Wahnsinnig fanden aber nicht nur wir die Wueste, sondern die Wueste auch uns. Und zwar in Form von riesigen Kaefern und Wuestenhunden, die uns fuer unwiderstehlich hielten.




Wednesday, August 22, 2007
Die letzten Tage am IIMA
...das waren die letzten Tage am IIMA, alle Klausuren sind geschrieben. Da die Ferien nur 10 Tage lang sind, ist jeder direkt in Richtung Heimat, viele aber auch in's Auslandssemester losgezogen. Abschied musste gestern gefeiert werden, hoffentlich hat die Klausur-Perfomance nicht darunter gelitten. Mein Indienaufenthalt ist noch nicht ganz vorbei, aber das Ende ist sehr greifbar. Ich hatte eine super Zeit hier am IIMA und hab trotz der vielen Arbeit (fast) jede einzelne Minute genossen. Der Unterschied zu einer europaeischen B-School ist viel geringer als man vielleicht denken koennte, aber in der Arbeitsweise unterschieden wir uns doch fundamental. Fuer Reisen war gar keine, fuer Party und Abhaengen war nur wenig Zeit, aber dennoch hatte ich viel Spass. Arbeit und Freizeit gehen am IIMA immer Hand in Hand und werden gerne gemischt. Viele meiner group meetings waren einfach ein riesen Spass. Wenn der Spass dann zu gross wurde, hat der output auch schon mal gelitten - aber es ist Jahr Nr. 2 fuer die Leute, sie versuchen sich keinen mehr rauszureissen. Super Jungs und Maedels hier, viel Arbeit und eine Menge Fun... Jetzt geht's noch fuer eine Woche nach Rajastan und dann in Richtung Delhi! Namaste IIMA!




Wednesday, August 15, 2007
60 Jahre Unabhaenigkeit
Projektarbeit? Klausurvorbereitung? Egal, die deutsche Delegation hat sich mal einen Nachmittag frei genommen und ist getuermt. Endlich wieder Indien live, mit viel Dreck, unglaublich netten Leuten und richigem Laerm (also nicht nur das Geschreihe in den Dorms). Wir waren bei einem im Boden eingelassenen Wasserspeicher und sind dann noch in einem Tempel vorbei. Heute ist indischer Unabhaengigkeitestag und wir sind reich beschenkt worden. Punkt auf der Stirn, Stofftuch, Suessigkeiten und Blumen gab es fuer die Auslaender - ich bin heute dann restlichen Tag mir einer angepinnten, indischen Flagge am Shirt unterwegs gewesen. Hab mich selten so indisch gefuehlt...




Thursday, August 9, 2007
Monsun
Waehrend im Nordosten Indiens der Monsun wuetet und Millionen Menschen obdachlos gemacht hat, ist Ahmedabad bisher verschont geblieben. Der Monsun war hier dieses Jahr anscheinend besonders moderat. Die meiste Zeit haben wir gutes Wetter und ab und zu regnet es mal. Dann aber richtig stark und Teile des Campus' stehe auch schon mal unter Wasser...


Monday, August 6, 2007
Weniger ist mehr...
...getreu dem Motto habe ich meinen minimalistischen "Haarschnitt" auf dem Campus promoted - mit Erfolg! Inder sind wohl die eitelsten Menschen auf diesem Planet (also ich meine die Maenner) und eine akkurate Einheitsfrisur ist ein absolutes Muss. Umso erstaunlicher, dass es doch 2-3 Leute auf dem Campus gibt, die abgewichen sind und die Haare laenger tragen. Richtig gewagt ist es aber erst geworden, als der Deutsche mit geschorenen Haupthaar aufgetaucht ist und neue modische Akzente gesetzt hat. Inzwischen gibt es doch tatsaechlich mehrere Studenten auf dem Campus, die ihre Haare abrasiert haben. Soll aber natuerlich nicht von Dauer sein - aber mein Respekt haben sie dennoch!
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