Wednesday, May 30, 2007
Chamba-Valley
Friday, May 25, 2007
Mcleod Ganj
Bin vorgestern morgens in Mcleod Ganj angekommen und hab` in der Nacht gedacht ich brech` mich das Genick. Wer mich kennt weiss, dass ich immer und ueberall schlafen kann - auch in einem Bus der ueber Schlagloecher jagt. Wenn man aber dann nur immer wieder unsanft aufwacht, weil der Kopf an die Decke schlaegt, kann man nicht von einer uebermaessig erholsamen Nacht sprechen. Aber wenn der Bus ankommt, dann darf man nicht klagen - das hab ich hier gelernt!
Mcleod Ganj ist der Sitz der tibetanischen Exilregierung und damit auch der Wohnort des Lalai Lama. Das Dorf ist wenig indisch, es ist fast schon eine tibetanische Enklave. Es hat unzaehlige Moenche, die in verschiedenen Kloestern leben, aber auch jede Menge "normale" Fluechtlinge aus Tibet. Die Anlagen sind beeindruckend und das Museum ist sehr beweged. Auch wenn man die Geschichte des tibetanischen Volkes kennt, muss man mit den Traenen kaempfen. Ein sehr bewegender Ort! Zumal ich heute morgen frueh aufgestanden bin und an einer Zeremonie mit dem Dalai Lama teilgenommen habe - fuer viele Menschen in Tibet ein Lebenstraum.
Ein grosser Spass war es, als ich zu einem Wasserfall gewandert bin und dort Moenche gebadet haben. Die hatten unter Ihren Gewaendern die Adidas-Shorts an und haben sich aufgefuehrt wie kleine Kinder. Zu witzig, sie haben sich gegeseitig reingeworfen und andere Moenche (die auch nicht schwimmen konnten) ins tiefe Wasser gedrueckt. Sehr spassig zum Zuschauen!
Landschaftlich ist die Gegend eh der Hammer. Das Dorf liegt auf ca 1700m und hat ein angenehmes Klima. Tagsueber knappe 30 Grad und Sonne, nachts angenehm kalt, die Haenge sind fruchtbar gruen (natuerlich mit Affen in den Baeumen) und dahinter tronen die gewaltigen Berge des Himalaya. Hab schon ein paar Wanderungen unternommen und Kloester und Bergdoerfer besichtig. Mal wieder ein sehr schoener Fleck Erde hier!
Monday, May 21, 2007
Vashisht
Warum so viele Menschen in Indien "haengenbleiben" hab ich hier zu verstehen gelernt. Man geniesst einfach in einem Dorf mitten zwischen Kuhstaellen und kostenlosen heissen Quellen auf dem Dorfplatz ein entspanntes Leben. Die Kioske sind so gut ausgestattet, dass es an fast nichts fehlt und viel Geld muss man fuer nichts ausgeben. Basti und Lilli sind schon ueber eine Woche hier und haben schon ein eigenes Haus mit einer prima internationalen "Ersatzfamilie". Ringsherum ist das hoechste Gebirge der Welt, im Tal fliesst ein reissender Strom und in der Sonne hat es angenehme 23 Grad... Hier kann man`s aushalten!
Wednesday, May 16, 2007
Shimla
Shimla war heute erstmal ein kleiner Schock! Aber kein kultureller, sondern ein klimatischer! Ich bin u.a. in den Norden gefahren, um der drueckenden Hitze zu entfliehen. Man hat mit angenehme 25 Grad versprochen. Was hab ich bekommen? Unwetter und geschatzte 10 Grad! Ich war heute morgen – unglaublicher Weise – mit langer Hose, Stiefeln und Winterjacke draussen. Haette ich eine Muetze gehabt, haette ich sie aufgesetzt! Vor ca. 20h war ich noch nassgeschwitzt!
Innerhalb von wenigen Minuten war der Himmel schwarz und der Tag wurde zur Nacht (das ist keine Redewendung, sondern ernst gemeint!). Man konnte keine 30m mehr weit sehen und die Leute haben Taschenlampen benutzt. Ist ist einfach richtig dunkel geworden, um 11h morgens! Ich hab mich gerade noch rechtzeitig in Sicherheit bringen koennen, bevor das Gewitter ohrenbeteubend losbracht. Warum es so laut war ist klar, wir sassen ja nicht unter, sondern in der Wolke! Abgefahren!
Shimla ist eine Kleinstadt in 2100m Hoehe und auf einem Gipfel gebaut. Die Stadtmitte ist auf dem Bergruecken, den Rest musste an den Hang geklatscht warden. Die Stadt ist sehr touristisch, aber eben fuer indische Touristen gemacht (der Backpacker an sich kauft wohl eher selten beim Juwelier ein). Daniel, mein Zimmernachbar hat es heute das "St. Moritz Indiens" genannt. Passt ganz gut. Jeder der es sich leisten kann, kommt her und zeigt auch gerne, dass er es sich leisten kann!
Man sollte sein Hab und Gut hier aber gut festzuhalten, da es sonst schnell weg sein koennte. Shimla hat eine besondere Art der Kriminalitaet (die Polizei fuehrt anscheinend eine eigene Akte): es sind Affe, die die Stadt terrorisieren!
Saturday, May 12, 2007
Udaipur
Udaipur ist eine Oase der Ruhe. Man sitzt auf seiner Dachterasse am See und macht einfach nur Urlaub. Herrlich frische Luft, bisschen Wind - und Elefanten vor der Tuere. Nice! 43 Gard hat es dennoch - aber ich gewoehne mich langsam dran...
Wednesday, May 9, 2007
Ahmedabad
Ich bin inzwischen schon 1.000km weiter – leider nicht ganz freiwillig. Ich hab eine falsche Info bekommen und
Zuvor hatte ich in Kolkatta noch einen kleinen Vorgeschmack auf den Monsun bekommen. Es hat geregnet - und wie (ja, ich kenne die Regenzeit eigentlich in den Tropen)! Als ich zum Fruehstuecken gegangen bin musste man noch ueber Pfuetzen springen. Nach dem
Ahmedabad ist deutlich kleiner und es gibt keine Touristen. Gar keine! Dafuer hat es hier umso mehr Tiere: viele Kuehe (auch geschmueckte), Pferde, ohne Ende Hunde und auch ein Kamel hab ich schon gesehen. Landleben ist leider aber dennoch nicht angesagt, die 4Mio, die hier wohnen hauen ganz schoen Dreck in die Luft. Abends will man einfach nur noch die Lunge zum Lueften aufhaegen!
Sunday, May 6, 2007
Kolkatta


Saturday, May 5, 2007
Angekommen!
Schon beim check-in hat Emirates deutlich Flagge gezeigt und ihren Kunden direkt mal den roten Teppuch ausgerollt. Das Level konnten sie dann auch in der Luft locker halten - der Service war der Hammer!
Hatte in Dubai 2h Aufenthalt und hab mich in Luxus pur herumgetrieben. Ich konnte mich gerade noch bremsen den Porsche, der in der Halle stand, nicht zu duty-free Konditionen zu kaufen. Alles neu, alles aus Gold - mir war schnell klar, dass in Kolkatta weder alles Gold ist was glaenzt, noch ueberhaupt viel glaenzen wird.
In Indien gelandet hat mich dann das Klima fast aus den Latschen gehauen. Man kommt aus dem Flugzeug und laeuft gegen eine Wand. Ich bin mir nicht sicher, ob ich Hitze schon einmal so extrem erlebt habe. Meine erste Busfahrt hab ich dann - sehr indisch - auf der Stufe am Ausgang durchlebt. Dachte die Leute koennten vielleicht noch was aufrutschen, haben sie aber nicht gemacht. Und dem Busfahrer war das auch egal, die Tuere blieb offen und ich konnte mich an eine Stange klammern.
Vom Flughafen in die Stadt bin ich mit drei schweizer Medizinstudentinnen gefahren. Die machen ihr AIP in Kolkatta im Krankenhaus und wurden abgeholt. Die erste Inderin, die ich kennengelernt habe war schon Klischee pur: klein, Sari, Punkt auf der Stirn und witziges Indisch-Englisch. Und nicht zu vergessen, total nett! In Lateinamerika wuerde man sie “Mamasita” bezeichnen, das Hindi-Wort dafuer kenne ich noch nicht.
Der Verkehr ist rabiat. Ein Auto hat immer Vorfahrt, egal vor wem (vielleicht von einem noch groesseren Auto mal abgesehen). Man muss einfach immer rechtzeitig weg sein, sonst erwischt es einen. So geschehen mit dem Motoradfahrer, der hinter uns fuhr. Scharf gebremst und er ist uns in den Kofferaum gefahren – hat aber unseren Fahrer nicht sehr interessiert.
Netterweise bin ich dann kostenlos sogar bis vor die “Hotel”-Tuere gefahren worden, super Service! Das Hotel konnte leider den Erwartungen nicht standhalten – es krabbelt ueberall ein kleinwenig. Vielleicht ist das Indian-Style und ich muss mich noch ein bisschen daran gewoehnen.
Bin aber doch sehr positiv ueberascht. Ein "Scheisshaufen Gottes" wie ein deutschen Nobelpreistraeger Kolkatta einst nannte, hab ich nicht vorgefunden. Vieles ist dreckig, der Verkehr sehr impovisiert und die Armut ist erdrueckend. Dennoch scheint die Stadt zu leben und nicht (gaenzlich) im Chaos zu versinken. Ich bin gespannt, was noch kommt...


