Tuesday, June 19, 2007

IIMA - gut eingelebt

Ich bin jetzt seit zehn Tagen am Indian Institute of Management in Ahmedabad wo ich für eine Term studieren werde. Ich hab mich gut eingelebt, was aber wirklich nicht schwierig war. Ich bin - wie die anderen acht Austauschstudenten auch - herzlichst empfangen worden und die Einrichtungen sind der Hammer! Wir sind die einzigen Ausländer auf dem ganzen Campus und fallen daher auch entsprechend auf. Das tolle ist, dass innerhalb von 24h jeder meiner 200 Kommilitonen meinen Namen kannte - das Problem: ich kenne die 200 Namen noch nicht alle! Was die Sache nicht einfacher macht ist, dass jeder zwei Namen hat: einen echten und einen Dorm-Name. Das Dorm-Leben ist eh ein echtes Highlight, dass ich aus Deutschland so nicht kenne. Hier wohnen einfach 20 Leute unter einem Dach und der Dorm wird zur Ersatzfamilie. Sehr spaßig ist die Rivalität zwischen den Dorms mit geheimen Namen und allerlei mehr.

Den Campus kann man sich bisschen wie einen wunderschönen Campingplatz mit Bungalows vorstellen. Wir haben Palmen, schicke Unterkünfte und von Fußball bis Kricket, von Tennis bis Bachvolleyball, von Billard bis klimatisiertem Fitnessstudio ist alles da was man sich wünschen kann. Alles? Nicht ganz, wir vermissen einen Pool! Es ist doch recht warm und bei 43 Grad würde man gerne mal auch was anderes als eine heiße Dusche - kaltes Wasser gibt's nur im Kühlschrank - haben. Aber das ist ja kein Ponnyhof hier! Ist aber nicht so schlimm, da man hier eh keine Freizeit hat. Man ist den ganzen Tag in (klimatisierten) Klassenräumen und der (klimatisierten) Bib - in den restlichen fünf Stunden kann man schlafen, skypen oder Sport machen. Ich hab alles schon mal ausprobiert, sollte aber mehr von ersterem machen...

Das hier die besten Leute Indiens studieren merkt man recht schnell - viele haben für schon Microsoft gearbeitet oder bald einen Job bei Goldman Sachs in New York. Schön ist dennoch, dass wir für unseren - eher bescheidenen - Input dennoch sehr geschätzt werden. Aber das ist wohl einfach die Höflichkeit.

Dass das hier eine BusinessSchool ist, ist auch nicht zu übersehen, man merkt es überall. Von der Ausrichtung im Kursinhalt bis zum Namen der Cafeteria, denn die heißt "Cafe Tanstaafl". Tanstaafl? There Aint No Such Thing As A Free Lunch! Alle Ökonomen unter Euch dürfen sich jetzt über die dreifache Mehrdeutigkeit freuen!

Viel Arbeit aber eine super Zeit - so könnte man meinen Start hier sehr treffend formulieren. ..

5 comments:

Ulrich-A. Eschment said...

Cafe Tanstaafl!? Haben die nicht auch "Byom Cafe"? Ich gehe allerdings meistens ins "UCSD Cafe". Noch viel Spass beim LUSII.

Mosef said...

Mmmh, das ist ein bisschen zu schwer... Gib mir einen Tipp! Babe You Overwhelming Me? UCSD? LUSII?

phil said...

Hey Mo,

lange nicht mehr hier reingeschaut - hat sich ja einiges getan! Und auch wenn Du jetzt erstmal an einem Ort bleiben musst, scheint es ja nicht langweilig zu werden - zumal es schon cool sein muss einer von 8 Ausländern zu sein. Ich fürchte, dass das in China anders sein wird...
Dass erinnert mich wieder daran, dass ich eigentlich keine Zeit habe(n dürfte) ;)
Drum: Viel Vergnügen weiterhin - und vielleicht finden sich ja doch noch irgendwelche Ponys...

Beste Grüße phil

Unknown said...

hört sich toll an, freut mich, dass es Dir so gut gefällt.

Mosef said...

...die Ponys! Wir haben Hunde, Froesche, Katzen, Ameisen, Affen, Spinnen, Tausendfuessler,...